Monthly Archive for November 2012

Ausgrenzung ist der falsche Weg

Zum Welt-AIDS-Tag am morgigen 1. Dezember erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar:

Jedes Jahr am 1. Dezember wird an die Menschen erinnert, deren Leben sich durch HIV und AIDS grundlegend verändert hat – am Welt-AIDS-Tag wird aber auch denjenigen gedacht, die den Kampf gegen diese Krankheit verloren haben.

Jedes Jahr infizieren sich rund 2 700 Menschen in Deutschland mit dem HI- Virus. 2 700 Einzelschicksale, die die Betroffenen und ihre Angehörigen grundlegend treffen und ihr Leben verändern. Es stellen sich Fragen: Wem erzähle ich es?

Werde ich ausgegrenzt? Was ist meine Zukunft?HIV und AIDS können jeden treffen – das wird zu oft vergessen und verdrängt. Zwangstests – wie in Sachsen Anhalt gefordert – sind der falsche Weg. Das sind panische Versuche, bestimmte Gruppen auszugrenzen. Wir brauchen gute Präventionsarbeit und Unterstützung der Betroffenen – keine unnötige Kriminalisierung und Ausgrenzung!

HIV und AIDS erreichen alle Lebenslagen, den Arbeitsplatz, die Familie, das Wohnumfeld, die Freunde. Es darf zu keiner Ausgrenzung von Betroffenen kommen. Sie müssen sich in jeder Lebenslage auf ihr Umfeld verlassen können. Politik kann das ihre tun.

Leider tut die aktuelle Bundesregierung nichts. Aufklärung, um Neuinfektionen zu verhindern, wird reduziert. Den Gruppen, die sich um Aufklärung kümmern, werden die Mittel gekürzt.

Wir brauchen gezielte Aufklärung, Prävention, Solidarität, einen umfassenden Diskriminierungsschutz der Betroffenen sowie eine pharmaunabhängige Forschung in Deutschland. Wir müssen aus dem HIV/AIDS-Nationalplan der rot-grünen Bundesregierung von 2009 Schlüsse ziehen und für eine staatliche, zwischenmenschliche und gesellschaftspolitische Zusammenarbeit werben, die an HIV/AIDS erkrankte Menschen nicht ausgrenzt, sondern ihnen ein Leben in der Gesellschaft auf allen Ebenen ermöglicht. HIV und AIDS kann jede und jeden treffen. Wir halten am Welt-AIDS-Tag inne, sind berührt, zum Teil entsetzt über die Erzählungen von Betroffenen und deren Erlebnisse mit der Krankheit und dem Umgang ihres Umfeldes. Alle 365 Tage einmal – wir müssen aber an jedem Tag daran denken und handeln mit guter Präventionsarbeit und Unterstützung der Betroffenen.

Die AWO Düsseldorf will viel bewegen für ältere Lesben und Schwule!

Welche Möglichkeiten bieten sich? Was ist gewünscht, was ist geplant? Darüber hat sich Georg Roth, Landeskoordinator für ältere Schwule in NRW, mit Dirk Jehle, Landesvorsitzender AG Schwusos der NRWSPD und weiteren Profis und Ehrenamtlichen der AWO und der Generation Stonewall bei einer gut besuchten Diskussionsrunde im Zakk Düsseldorf unterhalten. Die “Vielhomonie”, erster schwuler Männerchor im Ruhrgebiet, gab nach der Diskussionsrunde Ausschnitte aus ihrem aktuellen Programm. Die Jungs von “Vielhomonie” wurden vom begeisterten Publikum erst nach einer Zugabe von der Bühne gelassen.

Die Veranstaltung brachte eine Kooperation zwischen der AWO Düsseldorf unter der Federführung von Uta Lode und “immer dabei”, Landeskoordination für Ältere Lesben und Schwule in NRW.

Internationale Transgender Day of Rememberance gedenkt der Opfer von Transphobie

Am 28. November 1998 wurde Rita Hester, eine afroamerikanische transsexuelle Frau, in Allston, Massachusetts, ermordet. Am darauffolgenden Freitag, dem 04. Dezember 1998, nahmen über 250 Menschen an einer Kerzenmahnwache teil, um ihrer Trauer und Wut über die Tat Ausdruck zu verleihen. Diese Mahnwache war der Ausgangspunkt des dann jährlich am 20. November stattfindenden Internationalen Transgender Day of Remembrance.

Hierzu erklärt der stellv. Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der NRWSPD (SchwusosNRW), Fabian Spies: „Heute am 14. Internationalen Transgender Day of Remembrance erinnern wir an alle Trans*- Menschen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Transsexuelle Menschen haben auch in Nordrhein-Westfalen tagtäglich mit Transphobie und Diskriminierung zu kämpfen. Ursachen hierfür sind neben mangelndem Wissen über Transsexualität vor allem Vorurteile und Ignoranz.“

Der LSVD hat 2011 eine Studio über die Lebenssituation transsexueller Menschen in NRW durchgeführt. Mehr Infos hierzu unter:

http://www.trans-nrw.de/downloads/2012_05_07_E_Studie.pdf.

Kölner Karneval wird noch bunter

Am Samstag, 17. November wurde Helge David Gilberg in sein Amt als Bellejeck eingeführt. Der Bellejeck ist eine über 500 Jahre alte, historisch belegbare traditionsreiche Karnevalsfigur des Kölner Karnevals. Vor vier Jahren hat der Vorstand der “Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V. (GA)” beschlossen, den Bellejeck neu aufleben zu lassen.

Hierzu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwule in der Köln SPD (Schwusos), Fabian Spies: „Ich freue mich das mit Helge ein Mitglied der Schwusos das Amt des Bellejeck der Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V. übernommen hat. Durch diese Übernahme der traditionsreiche Karnevalsfigur des Kölner Karnevals, wird der Kölner Karneval nach dem ersten Schwulen Karnevalsprinz, wieder ein Stück „Bunter“ und die Gleichstellung von Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender damit im Kölner Karneval sichtbarer. Ich wünsche Helge alles Gute im Amt und wünsche mir das er Botschafter für die Gleichstellung der Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender im Kölner Karneval wird.“

Eine seiner ersten Amtshandlung war, die Ordensübergabe an Bürgermeisterin Elfi Scho- Antwerpes die gemeinsam mit dem Schwusos Vorsitzenden bei der Amtsübergabe dabei war.

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